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Aufruf zum Schutz unserer Rotmilane

veröffentlicht um 31.05.2017, 01:32 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 31.05.2017, 05:40 ]

Rotmilane sind die häufigsten Schlagopfer von Windenergieanlagen. Da Rotmilane unter anderem den Bereich der Windkraftkonzentrationszone zu einem ihrer Nahrungshabitate gewählt haben, stehen sie in der Gefahr bei ihrer Nahrungssuche erschlagen zu werden.

Beitrag von Andreas Lobb

Rotmilane sind die häufigsten Schlagopfer von Windenergieanlagen. Sie stehen auf der Roten Liste der IUCN (Weltnaturschutzunion) und sind vom Aussterben bedroht. Das Land NRW hat diesen Tatbestand übernommen und in die Rote Liste NRW eingepflegt. Die Hauptverbreitung weltweit ist Mitteleuropa. Deutschland nimmt hier eine führende Rolle ein. In unserer Heimat haben sich die ortsansässigen Milane unter anderem den Bereich der Windkraftkonzentrationszone zu einem ihrer Nahrungshabitate gewählt. Ohne ein Abschalten der WEA werden möglicherweise unsere Milane erschlagen. Für eine vollständigere Datenbasis möchten wir Sie nun bitten nach unseren seltenen „Räubern“ Ausschau zu halten und dies zu dokumentieren.

Liebe Mitstreiter,

wir möchten Sie hiermit aufrufen, sich am Schutz unserer Rotmilane, zu beteiligen.

Rotmilane gehören zu den häufigsten Schlagopfern von Windkraftanlagen. Sie sind streng geschützt und auf der roten Liste NRW als „stark gefährdet“ eingestuft.

Ein Rotmilan ist etwas schlanker als ein Bussard und hat im Gegensatz zu diesem einen auffällig gegabelten Schwanz. Im Anhang finden Sie drei Fotos. Hier ist auch ein Schwarzmilan abgebildet. Im Gegensatz zum Rotmilan hat dieser jedoch nur einen leicht gegabelten Schwanz. Die Milane sind die einzigen, hier vorkommenden Raubvögel, die eine solche Schwanzform besitzen und sind daher leicht zu erkennen. In Reusrath ist die Population der Schwarzmilane deutlich unter repräsentiert.
Betrachten Sie hierzu bitte auch die anhängenden Bilder aus unserem Fundus:


Abbildung 1: Schwarzmilan, Beuchel, DSC_5431.jpg

Rotmilan
Abbildung 2: Rotmilan, Beuchel, DSC_5091.jpg

Rotmilan
Abbildung 3: Rotmilan, Beuchel, DSC_5182.jpg

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: "Es macht wirklich Spaß, diese Tiere bei Ihrer Nahrungssuche und möglichen Kämpfen mit Krähen, etc. zu beobachten. Wir haben hier in Reusrath eine bemerkenswerte Fauna und Flora. Es gibt wirklich viel zu entdecken. Es lohnt sich!"

Bitte melden sie uns, wenn sie einen Rotmilan sichten. Wir benötigen eine möglichst genaue Ortsbeschreibung mit Datum, Uhrzeit und Dauer der Sichtung. Idealerweise mit Flugroute sowie einer Foto oder Videodokumentation. Fotografieren Sie bitte auch die nähere Umgebung! Sofern ein Raubvogel über einem Gebiet kreist und nicht an Höhe gewinnt, befindet er sich auf Nahrungssuche. Zur Dokumentation haben wir ein Formular erstellt, welches Sie im Anhang herunterladen können. Bei der Abgabe Ihrer Dokumentation ist es wichtig, dass wir Ihre Foto- bzw. Videodokumente im Original erhalten. Nutzen Sie daher bitte unsere Mailadresse. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


Download: Beitrag, Formular


schutzwürdige Vogelarten in der Windkraft-Konzentrationszone

veröffentlicht um 08.06.2016, 12:52 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 12.06.2016, 09:29 ]

Als Alternative zum Bau von Windkraftanlagen von 150 m prüft die Fa. SL Naturenergie die Errichtung von Windkraftanlagen von 100 m. Hierzu hat sie ein Artenschutzgutachten in Auftrag gegeben. Diese Gutachten unterliegen bestimmten Richtlinien. Die Beobachtungen sind jedoch immer nur Stichproben. Daher werten wir als Bürgerinitiative ebenso die Avifauna (Vogeltierwelt) in der Konzentrationszone aus und möchten die Bürger aufrufen gleiches zu machen.

Beitrag von Andreas Lobb

Liebe Unterstützer der Bürgerinitiative Ruhiger Horizont Reusrath,

Die SL Naturenergie GmbH versucht zurzeit, beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster die Berufungszulassung gegen das klageabweisende Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Düsseldorf vom 12.08.2015 zu erreichen. In dem Urteil hat das VG festgestellt, dass der Kreis Mettmann den Antrag der SL Naturenergie GmbH zum Bau zweier 150 Meter Windenergieanlagen in Reusrath zu Recht abgelehnt hat. Ob die Höhenbegrenzung tatsächlich zulässig ist, wird nun abschließend vom OVG Münster entschieden. Vorrangiges Ziel der SL Naturenergie GmbH scheint also immer noch die Realisierung von Windenergieanlagen von 150 Metern Gesamthöhe zu sein. 

Laut Artikel der Rheinischen Post vom 15.01.2016 betreibt die SL Naturenergie unabhängig vom Ausgang des Berufungsverfahrens jedoch eine „Alternativplanung“. Laut dem RP-Artikel beabsichtigt die SL Naturenergie, parallel die Genehmigung für 5-6 gebrauchte, wieder aufgearbeitete Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 100 Metern für den Einsatz in Reusrath zu beantragen. 

Mit einer Fotodokumentation der schutzwürdigen, durch Windkraftanlagen gefährdeten Vögel in und im Umfeld der Windkraftkonzentrationszone Reusrath möchten wir uns auf die weiteren Aktivitäten und möglichen „Schachzüge“ der SL Naturenergie vorbereiten. 

Das von der Stadt Langenfeld 2007 in Auftrag gegebene wie auch die von der SL Naturenergie beim Kreis Mettmann eingereichten Artenschutzgutachten zeigen einen Stand, welcher nach unserer Meinung nicht mehr aktuell ist bzw. nicht der Realität entspricht. 

Für diese Aktion brauchen wir Ihre/Eure Mitwirkung! 

Im Anhang haben wir eine Tabelle mit den von uns benötigten Daten über die Sichtung sowie Bilder der betroffenen, besonders schutzwürdigen Vogelarten beigefügt. Wir wären Ihnen/Euch sehr dankbar, wenn Sie/Ihr bei Ihren/Euren nächsten Spaziergängen Beobachtungen dieser Vogelarten festhalten und mit Fotos dokumentieren könnten/t. Über die Zusendung der Fotos mit den benötigten Angaben (was, wann, wo und wie gesichtet) würden wir uns sehr freuen! 

Eine Dokumentation der Flugbewegungen und charakteristischen Stimmen Vögel incl. Ausschnitten der Umgebung im Hintergrund mittels Filmsequenzen, z.B. mit einem Handy aufgenommen, sind besonders interessant. 

Die Dokumentation und Fotos können per Mail an folgende Adresse gesendet werden: 

info@ruhiger-horizont-reusrath.deLobb@ruhiger-horizont-reusrath.de oder einfach in den Briefkasten folgender Adresse einwerfen:

Andreas Lobb, Louveciennesstraße 40, 40764 Langenfeld (Reusrath)

Vielen Dank im Voraus für Eure/Ihre tatkräftige Unterstützung


Anbei eine kleine Aufstellungen möglicher Vogelarten: 
Mehlschwalbe: https://de.wikipedia.org/wiki/Mehlschwalbe 
Kiebitz: https://de.wikipedia.org/wiki/Kiebitz_(Art) 
Großer Brachvogel: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Brachvogel 
Bekassine: https://de.wikipedia.org/wiki/Bekassine 
Eisvogel: https://de.wikipedia.org/wiki/Eisvogel 
Wachtel: https://de.wikipedia.org/wiki/Wachtel_(Art) 
Wachtelkönig: https://de.wikipedia.org/wiki/Wachtelk%C3%B6nig 
Kormoran: https://de.wikipedia.org/wiki/Kormoran_(Art) 
Zwergdommel: https://de.wikipedia.org/wiki/Zwergdommel 
Rotschenkel: https://de.wikipedia.org/wiki/Rotschenkel 
Blässgans: https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%A4ssgans 
Saatgans: https://de.wikipedia.org/wiki/Saatgans 
Rotmilan: https://de.wikipedia.org/wiki/Rotmilan 
Kornweihe: https://de.wikipedia.org/wiki/Kornweihe 
Wiesenweihe: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesenweihe 
Rohrweihe: https://de.wikipedia.org/wiki/Rohrweihe 
Weißstorch: https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fstorch 
Schwarzmilan: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzmilan 
Sumpfohreule: https://de.wikipedia.org/wiki/Sumpfohreule 
Uhu: https://de.wikipedia.org/wiki/Uhu 
Grauammer: https://de.wikipedia.org/wiki/Grauammer 
Ziegenmelker: https://de.wikipedia.org/wiki/Ziegenmelker_(Art) 
Baumfalke: https://de.wikipedia.org/wiki/Baumfalke 
Wanderfalke: https://de.wikipedia.org/wiki/Wanderfalke

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Unterstützung der Verfassungsbeschwerde: Gesundheitsschäden durch Infraschall

veröffentlicht um 31.05.2016, 12:35 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 31.05.2016, 12:38 ]

Im März 2015 reichte der Regionalverband-Taunus eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Die zum Schutz der Bürger gültige Technische Anleitung Lärm sei zum Schutz der Bürger nicht ausreichend.

Beitrag von Andreas Lobb

Am 25.2.2016 fand eine Pressekonferenz des Regionalverband-Taunus statt. Hier erläuterte Herr Göbel, Vorsitzender der Regionalverband-Taunus, Pressevertretern die Lücken in der Anwendung der TA-Lärm zur Bewertung von Windkraftanlagen. Im März 2016 erfolgte dann die Einreichung der Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht Karlsruhe.

Auf unserer Homepage haben wir bereits mehrfach auf die Gefahren, die von Infraschall ausgehen berichtet. Wir unterstützen die Verfassungsbeschwerde des Regionalverband-Taunus auch mit Geldspenden. Wenn Sie diese Verfassungsbeschwerde ebenso unterstützen möchten, dann können Sie dies über den folgenden Link und die dort enthaltenen Angaben gerne durchführen.

Download: Beitrag


Forderungen der Bürgerinitiative

veröffentlicht um 26.08.2015, 11:31 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 26.08.2015, 11:33 ]

Bürgerinitiative sagt NEIN zu Windkraftplänen des Bürgermeisters! 

Langenfelds Bürgermeister hat sich in den Kopf gesetzt, Windkraft in Langenfeld-Reusrath zu ermög-lichen. Er will dem Stadtrat vorschlagen, die in Reusrath für Windkraftanlagen bestehende Höhenbe-grenzung von 100 m aufzuheben. Damit könnten in Reusrath demnächst Windräder mit einer Gesamt-höhe von bis zu 207 m errichtet werden. Die Bürgerinitiative „Ruhiger Horizont Reusrath“ lehnt die Windkraftpläne des Bürgermeisters ab. 

Bürgermeister Frank Schneider (CDU) hat am 11. Januar 2015 beim städtischen Neujahrsempfang seine Absicht bekundet, durch eine Veränderung der Höhenbegrenzung Windkraft in Reusrath zu ermöglichen. 

Würden diese Pläne in die Tat umgesetzt, könnten demnächst bis zu 207 m hohe Windkrafträder (WKA) im Südwesten von Reusrath aufgestellt werden (z.B. Enercon E-126). Dies sind 50 m mehr als die Höhe des Kölner Doms! Allein das Betonfundament einer einzigen WKA hätte eine Grundfläche von rd. 300 m² und eine Höhe von 2 ½ bis 3 ½ m!
Wir sagen: Hört auf, ein großes Rad zu drehen!

Die Bürgerinitiative „Ruhiger Horizont Reusrath“ lehnt Windkraft in Reusrath ab:
  • Weil die WKA das natürliche Stadt- und Landschaftsbild von Langenfeld unumkehrbar verschandeln.
  • Weil die WKA die Anwohner durch Lärm (u.a. Infraschall), Schattenschlag und ihre wuchtige Größe („Betonmonster“) erheblich und dauerhaft beeinträchtigen.
  • Weil die WKA eines der wenigen Naherholungsgebiete in Langenfeld unwiederbringlich zerstören.
  • Weil die WKA den Freiraum wild lebender Tiere auf einen Schlag zunichtemachen.
Jetzt kommt es auf jeden an: Machen Sie mit!

Bürgermeister Schneider will noch in diesem Jahr eine Entscheidung im Stadtrat herbeiführen. Deswegen sind jetzt alle Bürgerinnen und Bürger gefragt: Unterstützen Sie uns! Verhindern Sie mit uns den Windkraft-Wahnsinn!

  • Schreiben Sie an den Bürgermeister (Link hier).
  • Schreiben Sie an die Fraktionen im Stadtrat (CDUSPDBündnis 90/Die GrünenB/G/LFDP)
  • Schreiben Sie einen Leserbrief an die „Rheinische Post“ (hier)
  • Kommen Sie zu den Veranstaltungen rund um das Thema „Windkraft in Langenfeld“ (Kalender hier).
  • Besuchen Sie uns bei Twitter (Gruppe: @RuhigerHorizont).
  • Besuchen Sie uns bei Facebook (Ruhiger Horizont Reusrath Langenfeld)
  • Unterstützen Sie uns beim Verteilen von Wurfsendungen, Flyern, Plakaten usw. (Anfrage hier).
  • Und: Schreiben Sie uns eine E-Mail. Ihre Meinung ist uns wichtig! (E-Mailadresse hier).
Gemeinsam können wir viel erreichen. Wir zählen auf Sie!

Weitere Hintergründe

Anfang.2006 hat der Rat der Stadt Langenfeld eine Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Hierdurch wurde im FNP eine Konzentrationszone für Windkraftanlagen (WKA) im Südwesten von Langenfeld-Reusrath im Bereich Ackerstraße / Rennstraße ausgewiesen (siehe nachstehenden Kartenausschnitt).

Windkraftkonzentrationszone Reusrath
Quelle: TIM-Online NRW Software, Andreas Lobb

Die Ausweisung der Konzentrationszone im FNP hat zur Folge, dass im Reusrather Süden schon jetzt WKA mit 
einer maximalen Höhe von 100 m (einschließlich Rotorblatt) errichtet werden können. Die WKA-Errichtung bedarf dann „nur noch“ der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung. 

Mit der Ausweisung der Konzentrationszone wird es Betreibern von WKA zugleich unmöglich gemacht, WKA an anderer Stelle in Langenfeld zu errichten. Damit wird eine „Verspargelung“ des Stadtgebietes vermieden. Den Erläuterungsbericht zur 138. FNP-Änderung finden Sie hier.

Ende 2012 stellte die Stadt Überlegungen an, den FNP zu ändern und WKA in Reusrath bis zu einer Gesamthöhe von 150 m zuzulassen. Dank des Widerstandes einer Vielzahl engagierter Langenfelder Bürgerinnen und Bürger und der zahlreichen Fachfragen, die die Bürgerinitiative „Ruhiger Horizont Reusrath“ an die Vertreter der Stadt richtete (Fragenkatalog hier), sah die Stadt alsbald von ihren Überlegungen ab. Offenbar musste sie sich eingestehen, dass sich gegen den Protest der Bevölkerung die Windkraftpläne nicht durchsetzen lassen.

Stattdessen richtete die Stadt ihre Aufmerksamkeit darauf, ihre Windkraftpläne in Langenfeld-Berghausen umzu-setzen und zwei Windräder an der A 59 an der Grenze zu Monheim zu errichten. Aber auch diese Pläne musste die Stadt im Herbst 2014 endgültig beerdigen, nachdem sich der Standort wegen der möglichen Gefährdung einer Wasserschutzzone und der dortigen Vogelschutzarten als ungeeignet erwiesen hatte (Pressebericht hier).

Zurzeit ist eine Klage eines Investors für Windkraftanlagen beim Verwaltungsgericht Düsseldorf anhängig. Klage-gegenstand ist ein Ablehnungsbescheid des Kreises Mettmann, der es als zuständige Genehmigungsbehörde ab-gelehnt hat, der SL Naturenergie GmbH den Bau von drei 150 m hohen Windrädern in Reusrath zu gestatten. Der Kreis begründet seine Ablehnung u.a. mit der im FNP festgelegten Höhenbegrenzung von 100 m. Das Gericht wird daher „inzidenter“ prüfen müssen, ob die Höhenbegrenzung von 100 m zulässig ist. Wann und mit welchem Ergebnis das Gericht eine Entscheidung treffen wird, ist zurzeit offen. Aus städtischer Sicht dürfte die Klage wenig Aussicht auf Erfolg haben. Denn die Stadt Langenfeld hat Anfang 2012 eine rechtsgutachterliche Stellung-nahme einer namhaften Anwaltskanzlei eingeholt, die zu dem Ergebnis gelangt, dass die Höhenbegrenzung von 100 m rechtswirksam ist.

Umso unverständlicher ist, dass Bürgermeister Schneider in seiner Neujahrsansprache Mitte Januar 2015 die Ab-sicht geäußert hat, Windkraft in Reusrath ermöglichen und die Höhenbegrenzung von 100 m aufheben zu wollen (Pressebericht hier). Augenscheinlich hat Herr Schneider kein Vertrauen in die deutsche Gerichtsbarkeit und will seine Windkraftpläne stattdessen mit der „Brechstange“ durchsetzen.

Die Ankündigung von Bürgermeister Schneider ist nicht zuletzt deswegen bemerkenswert, da er es offenbar nicht einmal für nötig befunden hat, seine Parteifreunde in der CDU vorher über seine Absichten in Kenntnis zu setzen. Dementsprechend zurückhaltend fielen dort die Reaktionen aus. Vize-Bürgermeister Dieter Braschoss wie auch seine CDU-Ratskollegen Tim Kösling und Elke Röttgen, alle drei selbst in Reusrath wohnhaft, erklärten unver-mittelt: „Wir sind nicht gegen Windkraft, sehen aber keinen Anlass, die für die Reusrather Zone festgelegte Höhenbegrenzung auf 100 m aufzugeben.“ Zu den Aussichten, die Pläne des Bürgermeisters zu realisieren, stell-ten sie klar: „Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zum Klimaschutzkonzept ist eine Aufhebung der Höhenbe-grenzung für Reusrath nicht umsetzbar. Intensive Gespräche und politische Diskussionen mit der Reusrather Be-völkerung und entsprechenden Interessenvertretungen bestärken die CDU Reusrath in ihrer Überzeugung, dass eine Änderung der Höhenbegrenzung, über die derzeit gültige Beschlusslage hinaus, für die Reusrather Bürger-innen und Bürger nicht zumutbar ist“ (Quelle hier).

Auch in der Langenfelder Bürgerschaft wächst der Unmut über den eigenmächtigen Vorstoß des Bürgermeisters (Leserbriefe hier).

Windkraft ja! Aber nicht in dicht besiedelten Gebieten!

Die Bürgerinitiative „Ruhiger Horizont Langenfeld“ hält die Planungen des Bürgermeisters auch deswegen für verfehlt und überzogen, da sie im Widerspruch zu den eigenen Zielen der Stadt stehen:
  •  städtebaulich: Die Errichtung von WKA führt zwangsläufig zu einer Verschandelung des Stadtbildes und widerspricht damit der städtischen Zielsetzung, Langenfeld als attraktiven Standort für Wirtschaft und Wohnen zu erhalten.[ii]
  • demografiepolitisch: Die mit der Errichtung von WKA und ihren Emissionen verbundene Beeinträchtigung des Stadtbildes und der Wohnqualität konterkariert die städtische Intenti­on, Familien an die Stadt zu binden und den Zuzug von Familien zu fördern.[iii]
  • landschaftspolitisch: Die WKA-Errichtung im Reusrather Südwesten zerstört das dortige natürliche Landschaftsbild und steht damit der städtischen Zielsetzung entgegen, die Lan­genfelder Grüngürtel für die Naherholung der Bevölkerung zu erhalten und zu stärken.[iv]
  • naturschutzpolitisch: Die Errichtung und der Betrieb von WKA zerstören den Freiraum wild lebender Tiere und widerspricht damit der städtischen Absicht, den Naturhaushalt zu bewahren und naturnahe Lebensräume zu schützen und wieder zugewinnen.[v]
  • raumplanerisch: Die Bebauung der im Reusrather Südwesten gelegenen landwirtschaftlich genutzten Flächen durch WKA, deren Betonfundament allein die Ausmaße eines riesigen, 520 m³ großen Betonbunkers annehmen würde[vi], widerspricht der städtischen Zielsetzung, vorhandene Grünflächen zu erhalten.[vii]  
  • klimapolitisch: Die Annahme der Stadt, mit dem Bau von vier WKA ließe sich der CO2-Ausstoß in Langenfeld um 11.540 Tonnen reduzieren[viii], ist nicht haltbar. Nach unseren Berechnung beträgt die Ersparnis maximal 5.600 Tonnen.[ix]


Wir fordern die Anwendung der „H10“-Regelung


Ihren eigenen Zielen könnte die Stadt am ehesten gerecht werden, würde sie sich an die sog. „H10“-Regelung halten. Hiernach muss der Abstand der WKA zur Wohnbebauung mindestens das Zehnfache der Höhe der Anlage betragen. Eine 150 m hohe WKA muss also einen Mindestabstand von 1.500 m zum nächstgelegenen Wohnhaus einhalten. Die „H10“-Regel wird bereits in Bayern und Sachsen-Anhalt angewandt und ist zurzeit bundesweit auf dem Vormarsch.


Quelle: Landschaftsbild Andreas Lobb, WKA: Enercon

Bei dieser Montage steht der Betrachter zur vorderen linken WKA ca. 150 Meter entfernt. Die hintere linke WKA befindet sich in einer Entfernung von ca. 400 Metern, und die rechte WKA liegt in ca. 450 Metern Entfernung. Das im Hintergrund befindliche Waldstück/Biotop ist vom Betrachter ca. 700 Meter entfernt.


[i] Vgl. Herstellerangaben der Fa. ENERCON für den Anlagentyp Enercon E-82 unter http://www.abowind.com/de/windenergie/bautagebuch-dorn-duerkheim.html, der für den Standort Reusrath in Erwägung gezogen wird.

[ii] Vgl. Langenfeld – unsere Zukunft. Risiken, Chancen und Potentiale der demografischen Entwicklung, 2010, Teil 4, S. 26.

[iii] Vgl. Langenfeld – unsere Zukunft a.a.O., Teil 1, S. 6.

[iv] Vgl. Langenfeld – unsere Zukunft a.a.O., Teil 4, S. 6, 9 und 10.

[v] Vgl. Langenfeld – unsere Zukunft a.a.O., Teil 4, S. 6, 7, 9 und 10.

[vi] Zu den Betonmassen vgl. erneut die o.g. Herstellerangaben von ENERCON.

[vii] Vgl. Langenfeld – unsere Zukunft a.a.O., Teil 4, S. 34.

[viii] So die Zielsetzung im Integrierten Klimaschutzkonzept (KSK) der Stadt Langenfeld von November 2011, S. 69 i.V.m. S. 159 f., ausgehend von vier WKA-Anlagen modernen Typs der 2 MW-Klasse mit „Turmhöhen von mehr als 100 m“ und einer mittleren Windgeschwindigkeiten von 6 m/s. Auf S. 69 ist dagegen von „über 100 m Gesamthöhe“ die Rede, die im gegenwärtig gültigen Flächennutzungsplan bereits zugelassen ist.

[ix] Nach unseren Berechnungen beläuft sich die CO2-Ersparnis auf maximal 1.400 Tonnen pro Jahr und Anlage. Dem liegen folgende Annahmen zugrunde: 1.) Laut Energieatlas NRW (unter www.energieatlasnrw.de) beträgt die mittlere Windgeschwindigkeit in Langenfeld-Reusrath in 100 m Nabenhöhe zwischen 5,5 und 5,75 m/s. 2.) Laut den Herstellerangaben moderner WKA der geplanten 2 MW-Klasse (z.B. ENERCON E-82) beträgt die Energieerzeugung bei mittleren Windgeschwindigkeiten von 5,5 bis 5,75 m/s zwischen 225 und 285 kWh. 3.) Nach Schätzungen des Umweltbundes wurden 2011 562 g CO2/kWh verbraucht (Umweltbundesamt, Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix 1990-2010 und erste Schätzungen 2011, April 2012, S. 5).



Plakate zur Ratssitzung am 16.6.2015

veröffentlicht um 26.08.2015, 11:11 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 26.08.2015, 11:11 ]

Zur Bekanntmachung der öffentlichen Ratssitzung am 16.6.2015 haben wir drei Plakate entworfen. Diese werden im Stadtgebiet Reusrath an den Straßen angebracht, in Geschäften ausgehängt und an die Bürger verteilt.

Beitrag von Andreas Lobb

Plakat 1
Unser Bürgermeister, Frank Schneider, hat angekündigt, dass er in der öffentlichen Ratssitzung am 16.6.2015 seinen Antrag zur Aufhebung der Höhenbegrenzung, einbringt.

Wir haben inzwischen einen Fragenkatalog an die Verwaltung zu diesem Thema erstellt und wollen diese Fragen in der Ratssitzung stellen.

Im Stadtgebiet von Reusrath haben wir daher Plakate diese Plakate erstellt und verteilt.

Sie sind nun herzlich aufgerufen an dieser Ratssitzung aktiv teilzunehmen.






Anträge nach §24 zur Ratssitzung am 16.6.2015

veröffentlicht um 04.06.2015, 03:49 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 26.08.2015, 11:04 ]

Die BI hat am 28.5.2015 zwei Anträge an den Rat der Stadt Langenfeld, gemäß § 24 Abs. 1 GO i.V.m.
§ 4 der Hauptsatzung der Stadt Langenfeld, zur Ratssitzung am 16.6.2015 eingereicht. In dieser Sitzung wird unser Bürgermeister, Frank Schneider, seinen Antrag zur Aufhebung der Höhenbegrenzung in der Windkraftkonzentrationszone Langenfeld-Reusrath ebenfalls einreichen.

Beitrag von Andreas Lobb

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Langenfeld wenden wir uns gemäß § 24 Abs. 1 Gemeindeordnung (GO) i.V.m. § 4 der Hauptsatzung der Stadt Langenfeld mit folgender Eingabe an den Rat der Stadt:

Antrag 1:
Wir beantragen gegenüber dem Rat der Stadt Langenfeld zu beschließen, dass die bestehende Höhenbegrenzung von 100 Metern in der Windkraftkonzentrationszone Langenfeld-Reusrath beibehalten und bei einer weiteren Planung von Windkraftanlagen die sogenannte 10H-Regel beachtet wird.

Antrag 2:
Wir beantragen gegenüber dem Rat der Stadt Langenfeld zu beschließen, dass die Planungsaktivitäten der Stadt zur Ermöglichung von Windkraft ausgesetzt werden, bis die gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Infraschall durch aktuelle Studien des Umweltbundesamtes abschließend bewertet worden sind.

Begründung zu Antrag 1:
Bekanntlich gilt für die Windkraftkonzentrationszone in Langenfeld-Reusrath eine Höhenbegrenzung von 100 Metern. Die nachstehenden Unterzeichner gehören sämtlich der Bürgerinitiative „Ruhiger Horizont Reusrath“ an, die sich seit vielen Jahren für die Beibehaltung der Höhenbegrenzung einsetzt.

In der Ratssitzung der Stadt Langenfeld am 16. Juni 2015 steht die Entscheidung zur Aufhebung der Höhenbegrenzung von 100 m innerhalb der Konzentrationszone Langenfeld Reusrath auf der Tagesordnung. Damit könnten Windkraftanlagen (WKA) bis zu einer Höhe von ca. 200 Metern in Langenfeld-Reusrath errichtet werden.

Wir und eine Vielzahl der Langenfelder Bürgerinnen und Bürger halten diese Überlegungen für verfehlt, da die Aufhebung der Höhenbegrenzung fatale Folgen hätte:

• Das natürliche Stadt- und Landschaftsbild würde unumkehrbar zerstört.

• Die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner würde u.a. durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf und die optisch bedrängende Wirkung der WKA massiv beeinträchtigt.

• Der Lebensraum schutzwürdiger Tiere würde auf einen Schlag zunichte gemacht.

• Und: Eines der wenigen Naherholungsgebiete in Langenfeld würde unwiederbringlich zerstört.

Überdies besteht das bis heute nicht widerlegte Risiko, dass der von den WKA ausgehende Infraschall die Gesundheit der hier lebenden Menschen und Tiere beeinträchtigt.

Die Höhenbegrenzung sollte daher beibehalten werden.

Stattdessen regen wir an, dass der Rat der Stadt Langenfeld im Rahmen seines Planungsermessens die sog. 10H-Regel beachtet. Hiernach muss der Abstand einer WKA zur Wohnbebauung mindestens das Zehnfache der Anlagenhöhe betragen. Die 10H-Regel ist bereits in Bayern Gesetz und zurzeit in Mecklenburg-Vorpommern Gegenstand eines Volksbegehrens. Auch die „Ärzte für Immissionsschutz“ (AEFIS) fordern die Beachtung der 10H-Regel wegen der von den WKA ausgehenden „pathogenen Wirkungen niederfrequenter Schallwellen“.


Begründung zu Antrag 2 :
Das Umweltbundesamt (UBA) hat im März 2014 eine „Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall“ veröffentlicht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass WKA zu gesundheitlichen Beschwerden führen, die Auswirkungen von Infraschall jedoch noch weiter erforscht werden sollten. Das UBA hat daher im Frühjahr 2015 eine ergänzende Studie zu den „Lärmwirkungen von Infraschallemissionen“ in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse 2017 erwartet werden.

Unser zweiter Antrag hat ein Moratorium zum Inhalt. Er zielt darauf ab, die weiteren Planungen der Stadt zur Ermöglichung der Windkraft in Langenfeld auszusetzen, bis die Ergebnisse der ergänzenden UBA-Studie vorliegen und nachgewiesen ist, dass von WKA keine Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung ausgehen.


Ergänzende Anregung und Hinweis:
Wir regen an, unsere Eingabe am 16. Juni 2015 im Rat der Stadt Langenfeld zu behandeln.

Unser Antrag wird von einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Bei Bedarf legen wir entsprechende Unterschriftenlisten der Unterstützer vor.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Bürgerinitiative

Download: Beitrag


Aushang

veröffentlicht um 09.03.2015, 12:53 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 03.06.2017, 11:15 ]

Die Zahl unserer Schaukästen wurde um 2 auf insgesamt 9 erhöht Am Tor des Neuburger Hofes und auf der Ackerstraße – gegenüber der genehmigten WEA5 – wurde jeweils ein großer Schaukasten errichtet.

Beitrag von Andreas Lobb

In den letzten beiden Tagen haben wir zwei weitere Schaukästen zur Informationsweitergabe errichtet. Die beiden neuen Schaukästen sind am Eingangstor des Neuburger Hofes und auf der Ackerstraße, auf der Höhe der zukünftigen Kranstellfläche der WEA5, errichtet worden.
Neuburger Hof
Quelle: Schaukasten am Neuburger Hof, Lobb, IMG_0993.JPG
Ackerstraße
Quelle: Schaukasten auf der Ackerstraße, Lobb, IMG_1002.JPG

Die weiteren Schaukästen finden Sie:
1) an der Kreuzung Locher Weg und Virneburgstraße
2) Barbarastraße gegenüber den Locherwiesen
3) Barbarastraße
4) Brunnenstraße gegenüber des Schützenheim St. Sebastianer Schützenbruderschaft Reusrath
5) Brunnenstraße 40
6) Ecke Grünewaldstraße und Verbindungsstraße zur Rennstraße
7) Rennstraße am Reitplatz

Kartenausschnitt Positionen Schaukästen
Quelle: Lobb, rot = alter Standort, blau = neuer Standort
Besuchen Sie unsere Schaukästen und informieren Sie sich! Vielleicht informieren Sie auch ihre Nachbarn, die über die elektronischen Medien nicht erreichbar sind.



Download-Ecke

veröffentlicht um 06.03.2015, 14:59 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 12.03.2015, 14:15 ]

An dieser Stelle möchten wir für Sie Dateien bereitstellen, mit denen Sie Werbung für die Sache machen!
Falls Sie auch einen Aushang machen wollen, können Sie uns anschreiben. Wir stellen ihnen gerne Material zur Verfügung.

Landschaftsbild 1 mit WKA-Montage
Landschaftsbild 1 mit WKA-Montage, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath

Landschaftsbild 2 mit WKA-Montage
Landschaftsbild 1 mit WKA-Montage, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath

Flyer

veröffentlicht um 06.03.2015, 14:29 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 08.03.2015, 08:09 ]

Zur Aufwärmung der Thematik „Windkraft in Langenfeld“ haben wir uns von der Bürgerinitiative entschlossen einen Flyer zu entwerfen und somit die Bürgerschaft in Reusrath und näherer Umgebung auf dieses Thema aufmerksam zu machen. 

Beitrag von Andreas Lobb

Mit diesem Flyer möchten wir, die Bürgerinitiative, die Bürger auf das Thema „Windkraft in Langenfeld“ aufmerksam machen.
Flyer Seite 1, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath
Wir waren bemüht die Fakten einfach, klar und prägnant darzustellen.
Wie alle Dinge hat auch die Energiegewinnung aus Windkraft zwei Seiten. Die eine, dass eine Energiequelle angezapft wird, die nahezu unerschöpflich ist – die Sonnenenergie. Sie ist dafür verantwortlich, dass es Wind gibt. Wind ist das Resultat aus Temperaturunterschieden und somit eine ausgleiche Energie.
Auf der anderen Seite stehen Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt. Wir möchten aufklären!

Flyer Seite 1, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath
Flyer Seite 2, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath

In welchem Bereich dürfen die Windkraftanlagen errichtet werden? 

Wie wirken diese Anlagen auf mich? Werde ich beeinträchtigt? 
Wie groß sind diese Anlagen?
Auf Seite 3 unseres Flyers befinden sich einige Fragen, die wir an dieser Stelle kurz beantworten möchten (auf unserer Website finden Sie die ausführlichen Antworten).
Flyer Seite 2, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath

1. Wussten Sie, dass seit 2006 Windkraftanlagen in Langenfeld errichtet werden dürfen? 

Anfang 2006 hat der Rat der Stadt Langenfeld eine Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Hierdurch wurde im FNP eine Konzentrationszone für Windkraftanlagen (WKA) im Südwesten von Langenfeld-Reusrath im Bereich Ackerstraße / Rennstraße ausgewiesen. Ziel dabei ist es, nur in einem Bereich Langenfelds die Errichtung der Windkraftanlagen zu genehmigen. Somit soll einer Verspargelung vorgebeugt werden => Link

2. Wussten Sie, dass die Stadt Langenfeld entsprechende Flächen in Reusrath ausgewiesen hat? 

siehe 1. 

3. Wussten Sie, dass es dort eine Höhenbegrenzung von 100 m gibt? 

Im Jahr 2006 erfolgte die 138. Flächennutzungsplanungsänderung. Hierbei wurde innerhalb der Konzentrationszone Reusrath eine Höhenbegrenzung von 100 m für Windkraftanlagen definiert. 

Zitat: „Aus der Landschaftsbildanalyse folgt die gutachterliche Empfehlung innerhalb der Konzentrationszone Windkraftanlagen von nicht mehr als 100 m Gesamthöhe zuzulassen. Diese maximale Gesamthöhe entspricht der Nabenhöhe einer Windkraftanlage von ca. 70 m, was der Höhenentwicklung der bestehenden Mastbauwerke der Hochspannungstraßen in den betroffenen Landschaftsräumen gleichkommt und somit die Maßstäblichkeit im Landschaftsbild zwischen den technischen Objekten bewahrt.“ Link 

4. Wussten Sie, dass bis heute keine Windkraftanlagen gebaut wurden? 

Haben Sie bislang Windkraftanlagen in der Konzentrationszone gesehen? 

5. Wussten Sie, dass der Bürgermeister die Höhenbegrenzung aufheben will? 

Am Ende seiner Neujahrsansprache überraschte Herr Schneider viele seiner Zuhörer. Er sprach das Thema Windkraft an! Nach dem Aus von Berghausen möchte er eine Entscheidung herbeiführen und bei nächster Gelegenheit einen Antrag zum Wegfall der Höhenbegrenzung einbringen => Link

6. Wussten Sie, dass Windkraftanlagen in Reusrath höher als der Kölner Dom werden können? 

Der Antragsteller, SL Naturenergie GmbH, hat einen Bauantrag über zwei Windkraftanlagen der Firma Enercon E-82 mit einer Nabenhöhe von 138 m eingereicht. Dieser Antrag wurde von der Kreisverwaltung Mettmann, aufgrund der bestehenden Höhenbeschränkung, abschlägig beschieden. Momentan versucht der Antragsteller vor Gericht die Höhenbegrenzung einzuklagen. Ohne eine Höhenbegrenzung stehen dem Antragsteller jegliche Bauhöhen zur Verfügung. Er ist höchstens vertraglich an bestimmte Anlagentypen gebunden. In unserem Fall ist der Typ E-126 der Firma Enercon mit einer Nabenhöhe von 135 m die größte Windkraftanlage. Der Typ E-82 besitzt eine Gesamthöhe von 149 m und die der E-126 beträgt 198 m. Der Kölner Dom ist 157 m hoch. Die katholische Kirche St. Barbara dagegen nur wenige mehr als 47 m. 

7. Wussten Sie, dass 2/3 aller Land-Windkraftanlagen Verluste machen? 

Am 23.9.2015 wurde TV ein Beitrag unter dem Titel: „Warum Öko-Energie für Stadtwerke oft ein Verlustgeschäft ist“ gezeigt. Im Beitrag wird beschrieben, warum 2/3 aller Windkraftanlagen im Binnenland Verluste machen Link 05:59 Min. Quelle: SWR 

8. Wussten Sie, dass Windkraftanlagen den Freiraum von wildlebenden Tieren zerstören? 

Windkraftanlagen stellen eine große Gefahr für das Leben von Tieren dar. Vögel registrieren die rotierenden Rotorblätter nicht und können so von ihnen erschlagen werden. Fledermäuse fliegen bevorzugt in windigen Dämmerungsstunden zur Nahrungssuche aus. Aufgrund ihres besonderen Gehöres sind sie extrem gefährdet. Hier reichen bereits größere Druckschwankungen aus, um ihr Gehör nachhaltig zu schädigen. 

9. Wussten Sie, dass Windkraftanlagen das Landschaftsbild negativ verändert? 

Die WKA-Errichtung im Reusrather Südwesten zerstört das dortige natürliche Landschaftsbild und steht damit der städtischen Zielsetzung entgegen, die Langenfelder Grüngürtel für die Naherholung der Bevölkerung zu erhalten und zu stärken Link / Seite 9+10

10. Wussten Sie, dass von Windkraftanlagen verursachter Infraschall noch in 10 km Entfernung messbar ist? 

Im Dezember 2014 fand ein Ärzteforum zum Immissionsschutz (AEFIS) statt. Im abschließenden Positionspapier seht: 

Zitat: „Je langwelliger der Schall ist, desto durchdringender verhält er sich. Mit sinkender Schallfrequenz wird die Schallabsorption durch Dämmmaßnahmen wirkungslos. Infraschall lässt sich durch keine Schutzmaßnahmen bremsen, er nimmt nur langsam mit zunehmendem Abstand zu seinem Ursprungsort ab. Innerhalb von Gebäuden sind häufig höhere Messwerte nachweisbar als davor, routinemäßige Messungen im Haus sind bisher nicht vorgeschrieben. Infraschall ist noch in 10 km Abstand von Windenergieanlagen nachweisbar!“ Link 

11. Wussten Sie, dass Infraschall Gesundheitsschädlich ist? 

Tieffrequenter Schall versetzt das Stammhirn in einen „Alarmzustand“, die Folge: Schlafstörungen, Panik, Blutdruckanstieg, Konzentrationsstörungen. Zusätzlich beeinflusst Infraschall das Innenohr, die Folge: Pulsation, Unwohlsein, Stress Link 

12. Wussten Sie, dass die Reusrather Grundschule und der Kindergärten vom Schattenschlag der Windkraftanlagen betroffen sein werden? 

Im WindDialog 2 am 20.2.2013 erfolgte eine Präsentation der Firma Windtest zum Thema Schallemission und Schattenschlag. Unter anderem wurde folgende Grafik gezeigt:
Schattenschlag: Quelle Fa. Windtest
Schattenschlag: Quelle Fa. Windtest

Je nach Jahreszeit reicht der sichtbare und bemerkbare Schattenschlag einen Umkreis von bis zu 1300 m. 

Zum Schluss möchten wir uns recht herzlichen bei allen unseren Helfer bedanken, die auch bei recht kaltem Wetter, viele Briefkästen mit den Flyer bestückten.

HERZLICHEN DANK

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