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Flyer

veröffentlicht um 06.03.2015, 14:29 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 08.03.2015, 08:09 ]
Zur Aufwärmung der Thematik „Windkraft in Langenfeld“ haben wir uns von der Bürgerinitiative entschlossen einen Flyer zu entwerfen und somit die Bürgerschaft in Reusrath und näherer Umgebung auf dieses Thema aufmerksam zu machen. 

Beitrag von Andreas Lobb

Mit diesem Flyer möchten wir, die Bürgerinitiative, die Bürger auf das Thema „Windkraft in Langenfeld“ aufmerksam machen.
Flyer Seite 1, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath
Wir waren bemüht die Fakten einfach, klar und prägnant darzustellen.
Wie alle Dinge hat auch die Energiegewinnung aus Windkraft zwei Seiten. Die eine, dass eine Energiequelle angezapft wird, die nahezu unerschöpflich ist – die Sonnenenergie. Sie ist dafür verantwortlich, dass es Wind gibt. Wind ist das Resultat aus Temperaturunterschieden und somit eine ausgleiche Energie.
Auf der anderen Seite stehen Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt. Wir möchten aufklären!

Flyer Seite 1, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath
Flyer Seite 2, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath

In welchem Bereich dürfen die Windkraftanlagen errichtet werden? 

Wie wirken diese Anlagen auf mich? Werde ich beeinträchtigt? 
Wie groß sind diese Anlagen?
Auf Seite 3 unseres Flyers befinden sich einige Fragen, die wir an dieser Stelle kurz beantworten möchten (auf unserer Website finden Sie die ausführlichen Antworten).
Flyer Seite 2, Quelle: BI Ruhiger Horizont Reusrath

1. Wussten Sie, dass seit 2006 Windkraftanlagen in Langenfeld errichtet werden dürfen? 

Anfang 2006 hat der Rat der Stadt Langenfeld eine Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) beschlossen. Hierdurch wurde im FNP eine Konzentrationszone für Windkraftanlagen (WKA) im Südwesten von Langenfeld-Reusrath im Bereich Ackerstraße / Rennstraße ausgewiesen. Ziel dabei ist es, nur in einem Bereich Langenfelds die Errichtung der Windkraftanlagen zu genehmigen. Somit soll einer Verspargelung vorgebeugt werden => Link

2. Wussten Sie, dass die Stadt Langenfeld entsprechende Flächen in Reusrath ausgewiesen hat? 

siehe 1. 

3. Wussten Sie, dass es dort eine Höhenbegrenzung von 100 m gibt? 

Im Jahr 2006 erfolgte die 138. Flächennutzungsplanungsänderung. Hierbei wurde innerhalb der Konzentrationszone Reusrath eine Höhenbegrenzung von 100 m für Windkraftanlagen definiert. 

Zitat: „Aus der Landschaftsbildanalyse folgt die gutachterliche Empfehlung innerhalb der Konzentrationszone Windkraftanlagen von nicht mehr als 100 m Gesamthöhe zuzulassen. Diese maximale Gesamthöhe entspricht der Nabenhöhe einer Windkraftanlage von ca. 70 m, was der Höhenentwicklung der bestehenden Mastbauwerke der Hochspannungstraßen in den betroffenen Landschaftsräumen gleichkommt und somit die Maßstäblichkeit im Landschaftsbild zwischen den technischen Objekten bewahrt.“ Link 

4. Wussten Sie, dass bis heute keine Windkraftanlagen gebaut wurden? 

Haben Sie bislang Windkraftanlagen in der Konzentrationszone gesehen? 

5. Wussten Sie, dass der Bürgermeister die Höhenbegrenzung aufheben will? 

Am Ende seiner Neujahrsansprache überraschte Herr Schneider viele seiner Zuhörer. Er sprach das Thema Windkraft an! Nach dem Aus von Berghausen möchte er eine Entscheidung herbeiführen und bei nächster Gelegenheit einen Antrag zum Wegfall der Höhenbegrenzung einbringen => Link

6. Wussten Sie, dass Windkraftanlagen in Reusrath höher als der Kölner Dom werden können? 

Der Antragsteller, SL Naturenergie GmbH, hat einen Bauantrag über zwei Windkraftanlagen der Firma Enercon E-82 mit einer Nabenhöhe von 138 m eingereicht. Dieser Antrag wurde von der Kreisverwaltung Mettmann, aufgrund der bestehenden Höhenbeschränkung, abschlägig beschieden. Momentan versucht der Antragsteller vor Gericht die Höhenbegrenzung einzuklagen. Ohne eine Höhenbegrenzung stehen dem Antragsteller jegliche Bauhöhen zur Verfügung. Er ist höchstens vertraglich an bestimmte Anlagentypen gebunden. In unserem Fall ist der Typ E-126 der Firma Enercon mit einer Nabenhöhe von 135 m die größte Windkraftanlage. Der Typ E-82 besitzt eine Gesamthöhe von 149 m und die der E-126 beträgt 198 m. Der Kölner Dom ist 157 m hoch. Die katholische Kirche St. Barbara dagegen nur wenige mehr als 47 m. 

7. Wussten Sie, dass 2/3 aller Land-Windkraftanlagen Verluste machen? 

Am 23.9.2015 wurde TV ein Beitrag unter dem Titel: „Warum Öko-Energie für Stadtwerke oft ein Verlustgeschäft ist“ gezeigt. Im Beitrag wird beschrieben, warum 2/3 aller Windkraftanlagen im Binnenland Verluste machen Link 05:59 Min. Quelle: SWR 

8. Wussten Sie, dass Windkraftanlagen den Freiraum von wildlebenden Tieren zerstören? 

Windkraftanlagen stellen eine große Gefahr für das Leben von Tieren dar. Vögel registrieren die rotierenden Rotorblätter nicht und können so von ihnen erschlagen werden. Fledermäuse fliegen bevorzugt in windigen Dämmerungsstunden zur Nahrungssuche aus. Aufgrund ihres besonderen Gehöres sind sie extrem gefährdet. Hier reichen bereits größere Druckschwankungen aus, um ihr Gehör nachhaltig zu schädigen. 

9. Wussten Sie, dass Windkraftanlagen das Landschaftsbild negativ verändert? 

Die WKA-Errichtung im Reusrather Südwesten zerstört das dortige natürliche Landschaftsbild und steht damit der städtischen Zielsetzung entgegen, die Langenfelder Grüngürtel für die Naherholung der Bevölkerung zu erhalten und zu stärken Link / Seite 9+10

10. Wussten Sie, dass von Windkraftanlagen verursachter Infraschall noch in 10 km Entfernung messbar ist? 

Im Dezember 2014 fand ein Ärzteforum zum Immissionsschutz (AEFIS) statt. Im abschließenden Positionspapier seht: 

Zitat: „Je langwelliger der Schall ist, desto durchdringender verhält er sich. Mit sinkender Schallfrequenz wird die Schallabsorption durch Dämmmaßnahmen wirkungslos. Infraschall lässt sich durch keine Schutzmaßnahmen bremsen, er nimmt nur langsam mit zunehmendem Abstand zu seinem Ursprungsort ab. Innerhalb von Gebäuden sind häufig höhere Messwerte nachweisbar als davor, routinemäßige Messungen im Haus sind bisher nicht vorgeschrieben. Infraschall ist noch in 10 km Abstand von Windenergieanlagen nachweisbar!“ Link 

11. Wussten Sie, dass Infraschall Gesundheitsschädlich ist? 

Tieffrequenter Schall versetzt das Stammhirn in einen „Alarmzustand“, die Folge: Schlafstörungen, Panik, Blutdruckanstieg, Konzentrationsstörungen. Zusätzlich beeinflusst Infraschall das Innenohr, die Folge: Pulsation, Unwohlsein, Stress Link 

12. Wussten Sie, dass die Reusrather Grundschule und der Kindergärten vom Schattenschlag der Windkraftanlagen betroffen sein werden? 

Im WindDialog 2 am 20.2.2013 erfolgte eine Präsentation der Firma Windtest zum Thema Schallemission und Schattenschlag. Unter anderem wurde folgende Grafik gezeigt:
Schattenschlag: Quelle Fa. Windtest
Schattenschlag: Quelle Fa. Windtest

Je nach Jahreszeit reicht der sichtbare und bemerkbare Schattenschlag einen Umkreis von bis zu 1300 m. 

Zum Schluss möchten wir uns recht herzlichen bei allen unseren Helfer bedanken, die auch bei recht kaltem Wetter, viele Briefkästen mit den Flyer bestückten.

HERZLICHEN DANK

Download: Beitrag

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(286k)
Andreas Lobb,
08.03.2015, 06:48