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Leserbriefe

Naturschützer für Windräder in Reusrath

veröffentlicht um 30.03.2015, 14:03 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 30.03.2015, 14:17 ]

Für die BUND-Ortsgruppe befürwortet dessen Sprecher, Karl Wilhelm Bergfeld, die Erhöhung der 100-Meter-Grenze. Wer die Energiewende befürwortet, der darf sich nicht über die Ästhetik solcher Windkraftanlagen streiten.

Beitrag von Andreas Lobb

Auf die kontroversen Rückmeldungen zur Neujahrsansprache sah sich auch die Ortsgruppe Langenfeld des BUND veranlasst auch Stellung zu beziehen. Als Sprecher sprach sich am 24.1.2015 Herr Karl Wilhelm Bergfeld für den Fall der 100 Meter Höhenbegrenzung aus.

Im Zuge der unabdinglichen bedingt erforderlichen Energiewende sei es wichtig Windkraftanlagen zu errichten. Es ließe sich sicher über die Ästhetik solcher Anlagen streiten, auch könnten durch diese Vögel und Fledermäuse erschlagen werden, aber die Populationen seien dadurch nicht gefährdet.

Lesen sie bitte auch den kompletten Artikel des Wochenanzeigers: Link und aus der Rheinischen Post: Link

Leserkommentar:

Der BUND hat laut einem Artikel im Wochenanzeiger die Windkraftanlagen (WKA) an der A59 in Berghausen wegen des Artenschutzes abgelehnt. Gegen die gleichen WKA in Reusrath hätte der BUND aber keine Bedenken, obwohl hier ähnliche Vogel- und Fledermausarten wie in Berghausen vorhanden sind und die Windkraftkonzen-trationszone Reusrath ebenfalls in einer Wasserschutzzone liegt. Hubschrauber darf es an der Dückeburg laut BUND nicht geben. Das Naherholungsgebiet und die Natur um die Reusrather Konzentrationszone dürfen ihrer Meinung nach jedoch durch die Baumaßnahmen und den Betrieb der WKA wohl zerstört werden.

Auch scheint laut BUND eine Dauerbeschallung der Reusrather Bürger durch WKA in ähnlicher Höhe wie der Kölner Dom in Ordnung zu sein. Wird von ihnen Tierschutz höher bewertet als der Schutz der Reusrather Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Emissionen durch Infraschall?

Zur Wirtschaftlichkeit der geplanten WKA wurden bis heute Zahlen und Fakten weder vom Investor noch von der Stadt Langenfeld veröffentlicht. Pauschale Aussagen, dass die WKA schon wirtschaftlich sein werden, reichen nicht aus! Hier sollten konkrete Berechnungsgrundlagen vorgelegt werden. Seriöse Firmen stellen vor einem Bauantrag von WKA erst einmal einen Versuchsmast auf, messen über die Dauer von einem Jahr die tatsächlichen Windgeschwindigkeiten und verlassen sich nicht auf Windkarten.

Im Internet kann jeder interessierte Bürger nachlesen, dass Windräder im Binnenland in den seltensten Fällen wirtschaftlich betrieben werden. Durch staatliche Subventionen, die über das EEG auf die Strompreise umgelegt werden, verdienen hauptsächlich Betreiber, Grundstückseigner und Gemeinden. Der Bürger und private Stromverbraucher trägt das Risiko und zahlt über das EEG mit dem Strompreis die Zeche. Durch steigende EEG-Umlagen haben sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland die Preise je Kilowattstunde Strom verdoppelt.

Ich empfehle den interessierten und kritischen Mitbürgern, hierzu im Internet die ARD Mediathek - Bericht vom 23.09.2014in Report Mainz oder Mediathek BR vom 08.02.15 – zu besuchen. Oder informieren Sie sich bei www.windwahn.de bzw. www.vernunftkraft.de.

Ich bin nicht gegen alternative Energien! Diese werden jedoch durch Geschäftemacher und unzureichende Gesetze zum Schutze der Menschen und Natur missbraucht. Erneuerbare Energien können sich nur durch-setzen, wenn sie dem Wohle des Menschen dienen und sich nicht gegen deren Gesundheit richten. Warum bilden sich immer mehr Bürgerinitiativen gegen Windräder? Liegen diese Menschen alle falsch? Der Schutz der Menschen und der Umwelt muss, wie im Grundgesetz geschrieben, von der Politik gelebt und auch eingehalten werden.

Hubert Marleaux

Anlage: Eingescannter Artikel aus dem Wochenanzeiger

Quelle: Eingescannter Artikel aus dem Wochenanzeiger KW 06/15

Download: Beitrag


Neujahrsansprache des Bürgermeisters am 11.1.2015

veröffentlicht um 18.01.2015, 09:52 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 21.03.2015, 12:37 ]

Am Ende seiner Neujahrsansprache überraschte Herr Schneider viele seiner Zuhörer. Er sprach das Thema Windkraft an! Nach dem Aus von Berghausen möchte er eine Entscheidung herbeiführen und bei nächster Gelegenheit einen Antrag zum Wegfall der Höhenbegrenzung einbringen.


Quicklinks zum Leserbrief von:

Ulf Fischer
Alois Theisen
Peter König
WDR
Hubert Marleaux
Michael Hungenberg
Dagmar und Rüdiger Tiedeck
Herrmann Kals
Andreas Lobb
Matthias Saturnus


Beitrag von Andreas Lobb

Am 11.1.2015 lud Bürgermeister Frank Schneider zu seiner Neujahrsansprache in die Stadthalle ein. Eher nebensächlich ließ er für viele unerwartet die Katze aus dem Sack.

Er möchte eine Entscheidung zum Thema Windkraft in Langenfeld herbeiführen.

So recht verständlich ist die Aussage unseres Bürgermeisters zu diesem Zeitpunkt nicht. Momentan läuft ein Gerichtsverfahren zur Aufhebung der Höhenbegrenzung vor der Kammer in Düsseldorf. Im Jahr 2006, nicht wie im Artikel beschrieben, beschloss der Rat der Stadt Langenfeld die Ausweisung einer Windkraftkonzentrations-zone mit einer Höhenbeschränkung von 100 Metern. In dieser Konstellation wurde möglichen Investoren eine Fläche ausgewiesen, in der sie Windkraftanlagen aufstellen und betreiben können. Die ausgewiesene Konzen-trationszone biete Platz für mehr als 3 Windkraftanlagen und entspricht somit der Definition einer Konzentrations-zone. Somit blockt die Stadt Langenfeld weitere Anfragen möglicher Investoren auf anderen Flächen Langenfelds und kann somit auf eine Errichtung in Reusrath verweisen. Entgegengesetzt vieler Aussagen können dort Wind-kraftanlagen mit einer maximalen Höhe von 100 Metern auch wirtschaftlich betrieben werden. Hier stellt sich je-doch die Frage, was ist wirtschaftlich? Welche Renditen werden erwartet? Wenn man als Sparer sein Geld investiert, so bekommt man seine Investitionen zurzeit vielleicht mit 0,5% verzinst. Reicht das einem Investor? Volkswirtschaftlich betrachtet wäre so etwas auch schon sinnvoll. Bei Errichtung und Betrieb sehr viel größerer Anlagen sinkt das Risiko des Investors und die Rendite steigt. Das, im Artikel der Rheinischen Post erwähnte Klimaschutzkonzept, wurde wie berichtet einstimmig beschlossen. Zum Thema Windkraft heißt es hier: „Wind-kraft in Langenfeld ermöglichen“. Dies wurde mit der Ausweisung einer Windkraftkonzentrationszone abgeschlos-sen. Für den Betrieb einer Windkraftanlage müssen sich nun noch Grundstücksbesitzer, Investoren und Betreiber zusammen finden. Finden sich diese Gruppen nicht zusammen, bleibt die ausgewiesene Fläche nicht genutzt. Im Fall Reusrath sind wir über diesen Punkt hinaus. Der Betreiber SL Naturenergie GmbH, ehemals SL Windenergie GmbH, hat sich entsprechende Rechte über Verträge gesichert. Zusätzlich wurden Voruntersuchungen zum Standort durchgeführt. Sicherlich hat er ein Interesse seine Auslagen durch den Betrieb dieser Anlagen wieder einzufahren und zu mehren.

Herr Schneider möchte sich nun für die Maximierung der Erlöse aus Windkraft in Langenfeld einsetzen. Ziel ist eine rasche planerische Umsetzung, vielleicht auch noch in 2015 begonnenem Aufbau, solcher Windkraftanlagen in Langenfeld.

Vom Investor wurde ein Bau von 2 Windkraftanlagen beantragt und vor Gericht eingefordert. Dies geschah be-wusst. Bei der Errichtung von 3 Windkraftanlagen in einem Bereich, wird ein sogenannter Windpark definiert. Für diesen gelten verschärfte Betriebsbedingungen und sollen so mögliche Anwohner schützen. Leider steht auch die Anzahl der Windkraftanlagen im Widerspruch mit unseren vorliegenden Daten.

Schlussendlich sollte sich jeder Bürger einmal die Frage stellen, warum kommt diese Äußerung gerade jetzt. Kurz nach einer Kommunalwahl? Wer hat eigentlich einen Vorteil von einer Umsetzung? Grundstückseigentümer, Investoren und Betreiber! Wer muss sich mit den Nachteilen herumschlagen und das Risiko tragen? Warum macht Langenfeld es anderes als alle Städte um Langenfeld herum?

Den Artikel aus der Rheinischen Post möchte ich Ihnen nicht verschweigen. Ihn können Sie über folgenden Link erreichen: Schneider für höhere Windräder in Reusrath

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Weitere Kommentare von Lesern des Artikels der Rheinischen Post:
(hier werden die Aussagen im Original dargestellt)

"Welche schlechten Vorsätze haben Bürgermeister Schneider denn da geritten? Nicht nur, dass sein Alleingang in Sachen Windkraft in Reusrath seine Parteifreunde vor den Kopf stößt und öffentlich blamiert. Unverständlich ist auch, dass er die energie-, umwelt- und wirtschaftspolitische Fragwürdigkeit des Vorhabens (siehe nur Prokon-Pleite) wie auch die mehrheitliche Ablehnung von Windkraft in Langenfeld gänzlich ignoriert und sich stattdessen zum billigen Erfüllungsgehilfen der Windkraft-Idealisten in Düsseldorf macht. Dem Vernehmen nach strebt Herr Schneider keine weitere Amtszeit an. Erste Anzeichen der Amtsmüdigkeit?"


Seit langem verfolge ich die Diskussion zum Thema Windräder in Reusrath. Die Basis der Höhenbegrenzung von 100 Metern war bisher eine sichere Garantie, dass diese „Monster“ nicht in unserer Heimat aus wirtschaftlichen Gründen gebaut werden. Wie nun zu lesen war, ist der Wille unseres Bürgermeisters Schneider, diese Begrenz-ung aufzuheben. Das hat mich zutiefst erschrocken und auch entsetzt.
Die Begründung, die bei anderen angedachten Standorten zur Ablehnung führen, sollen für unsere Heimat Reus-rath nicht gelten. Nein, noch viel schlimmer. Seltene Fledermäuse wurden zur Grundlage der Ablehnung in Berg-hausen angesetzt. Gleichzeitig soll hier die Bevölkerung in Reusrath über Generationen hinweg eine dauerhafte unzumutbare Belastung geschaffen werden. Steht der Tierschutz vor dem Menschenschutz? Klima- und Umweltschutz hin  oder her - man fragt sich, warum will Langenfeld diese Windräder überhabt? Niemand, außer ein paar Grundstückseignern und Investoren ziehen hier den Nutzen auf Kosten tausender Menschen. Ist Reusrath für die Stadt Langenfeld nur ein lästiger Ortsteil deren Menschen vor so einem gigan-tischen Unsinn zu schützen sich nicht lohnt? Auch scheint den verantwortlichen Politikern der ländlichen Charakter und eine dauerhafte und unzumutbare Belastung für die Bürger gleichgültig zu sein. Der grüne Anstrich, der auf Kosten meiner Heimat sich Langenfeld geben will, wird sehr schnell bröckeln. Politiker, die heute entscheiden, werden leider nicht mehr die Konsequenzen spüren, die so ein Unfug und eine Belastung bei der Bevölkerung hervorrufen wird. Viele Bausünden, die derzeit in anderen Stadtgebieten entstehen, werden auch durch diesen „grünen Mantel“ nicht  überdeckt. Wenn die Ratsfraktionen in Langenfeld wohl demnächst über den Wunsch unseres Bürgermeisters und den anhängenden Investoren entscheiden werden, sollten alle daran denken, dass diese „Monster“ bei den nächsten Wahlen immer sichtbar sein werden und man nicht vergisst. Ich hoffe sehr, dass bei den Ratsfraktionen hier die Vernunft siegt und es bei der Höhenbegrenzung bleiben wird und wie benachbarte Städte vernünftige Standorte zur Aufstellung gesucht werden, ohne eine dauerhafte Belastung für die eigene Bevölkerung zu schaffen.

Turmbau zu Babel in Langenfeld?

Was hat unseren für guten Stil bekannten Bürgermeister Frank Schneider zwischen den Jahren bloß geritten, eine solche Bombe aus heiterem Himmel in seiner Neujahrsansprache platzen zu lassen? Langenfelder Bürger und selbst Parteifreunde fühlen sich so kurz nach der Kommunalwahl von der Kehrtwende zur Abschaffung der seit Jahren bestehenden, im Stadtrat beschlossenen 100 m-Höhenbegrenzung der Windkraft-Konzentrationszone in Langenfeld vor den Kopf gestoßen.

Inmitten des Großraums  Köln, Düsseldorf und Leverkusen sollen auf einem der wenigen letzten grünen Fleck-chen Langenfelds mehr als 150 m große WKA-Monster - so hoch wie der Kölner Dom mit 157 m - gebaut werden können. Aus aktuellen Presseberichten und in der letzen WDR 5 Sendung „Stadtgespräch“ vom 15.01.15 ist zu hören, dass viele der bestehenden Windkrafträder an Nordsee und im Sauerland bei stärkerem Wind oft zwangs-abgeschaltet werden müssen, weil der Strom wegen fehlender Leitungskapazitäten und Stromtrassen nicht transportiert werden kann. Aus landschafts-, umwelt- und wirtschaftpolitischen Gründen sollten Bund, Land und Kommunen erst einmal in ausreichende Stromtransportmöglichkeiten investieren als mit Fehlinvestitionen  und Subventionen die letzten Freiflächen in Ballungsgebieten zu verschandeln. Als Bürger Langenfelds frage ich mich, warum unser Stadtoberhaupt sich vor unserer Haustür ein Denkmal ähnlich dem biblischen Turmbau zu Babel setzen will? Warum wurde dieses Ansinnen erst nach der Kommunalwahl der Öffentlichkeit und den Parteifreunden verkündet? Auch stellt sich die Frage, ob der Zeitpunkt der (vorerst) einseitigen Willensbekundung des Bürgermeisters glücklich gewählt ist im Hinblick auf das laufende Gerichtsverfahrens eines möglichen Investors von Windkraftanlagen gegen die bestehende Höhenbegrenzung von 100 m in Langenfeld?


In einem kleinen Beitrag werden wir als BI Ruhiger Horizont Reusrath genannt. Link


Windkraft in Reusrath?Ist Windkraft in Reusrath wichtiger als die Gesundheit der Anwohner? Als direkte Nachbarn der geplanten Windanlage fragen wir uns, ob es Herrn Schneider überhaupt nicht interessiert, inwieweit die Windräder unsere Gesundheit massiv beeinträchtigen.
Der dauerhafte Infraschall, Schallpegel und Schattenwurf führen wissenschaftlich nachweislich zu dauerhaften
gesundheitlichen Schäden, dem wir und unseren Nachkommen nicht entkommen können. Das Recht auf körper-liche Unversehrtheit ist sogar im Grundgesetz verankert. Wie wichtig ist unserem Bürgermeister die Gesundheit der Langenfelder Bürger?
Laut RP vom 17.01.2014 unterstützt er lieber den Schutz von Insekten und Vögel.


Windräder in Reusrath - Kehrtwende der Wahlaussagen!
Hatte nicht Bürgermeister Schneider zur Kommunalwahl 2014 noch deutlich betont, dass er Windräder in Langenfeld nur unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen (Höhe eines Windrades bis max. 100 m) akzeptieren würde?
Damit unterstützte er eindeutig die Forderung vieler Reusrather Bürger, dass Windräder in diesem beengten Raum nichts zu suchen haben. Wie kommt es nun beim Neujahrsempfang 2015 zu dieser Kehrtwende - noch dazu scheinbar ohne Wissen der Reusrather CDU. Wird der Wille der Reusrather Bevölkerung nicht mehr ernst genommen?


Sind Windkrafträder wirklich die einzige Möglichkeit des Ökostroms für Langenfeld?
Werden dafür leichtsinnig Existenzen in der Landwirtschaft aufs Spiel gesetzt?
Als Bürger von Langenfeld-Reusrath fühlt man sich nicht ernst genommen, denn scheinbar werden bisher gemachte Versprechen auch nicht mehr ernst genommen. Warum soll ohne Not die Höhe der Windkrafträder verändert werden und damit das Naherholungsgebiet Reusrath völlig zerstört werden?


Schade, dass man Ergebnisse von Kommunalwahlen nicht so schnell aufheben kann wie Ratsbeschlüsse. Es wäre jetzt einmal interessant zu schauen, ob die CDU Wähler in Langenfeld so schnell nachwachsen, wie der Bürgermeister diese mit seinem Vorstoß zur Aufhebung der Höhenbegrenzung in Langenfeld verprellt. Die Parteienlandschaft in Langenfeld wird sich durch diese Politik nachhaltig verändern.

Hier geht es nicht mehr nur um Wind und Strom! Es geht um so schwer messbare Güter wie Identität, Heimat, Naherholung, Lebensqualität und über Generationen gewachsene Strukturen, die viele Menschen in Langenfeld nicht kampflos aufgeben werden. Ein Gut, dass der CDU von den hier lebenden Menschen anvertraut wurde und über viele Jahre von ihr bestens verwaltet und bewahrt wurde. Schade, dass dies jetzt keine Gültigkeit mehr haben soll.

Der Wahlslogan vor der Kommunalwahl klingt mir noch in den Ohren: Gemeinsam weitergehen! Nein, Herr Bürgermeister, spätestens seit dem 13.01.2015, sind viele Ihrer Wähler stehen geblieben und möchten den Weg mit Ihnen nicht gemeinsam weitergehen. Ihre Politik verbindet nicht, sie spaltet!


Von südlicher Seite der A3 kommt Fürsprache.Radio Leverkusen brachte einen Beitrag von Bürgermeister Busch. Er hält die Belastung seiner Bürger verursacht durch die Autobahn A3, der Güterzugstrecke und des Fernmeldeturms für genug belastet. Zitat:"Windräder darf es im Süden von Reusrath nicht geben!"
Hält unser Bürgermeister das alles noch für erträglich? Link: Radio Leverkusen
Am 31.1.2013 wurde im PU das Ergebnis der Lärmausbreitung innerhalb Langenfeld vorgestellt. Die Daten entstammen aus Berechnungen! Sitzungkalender, Lärmkarte I 24 Stunden 1
Hieraus ist zu erkennen, das im Gebiet der Windkraftkonzentrationszone keine Belastungen auftreten. Glaubt unser Bürgermeister sowie möglicher Weise unser Rat auch?
Diese Zone wird auf Reusrather Seite noch um eine weitere Zugstrecke und in nördlicher Richtung einer weiteren Autobahn A542 ergänzt. Über beide Gebiete liegt die Einflugschneise des Köln-Bonner Flughafens.
Zeitweise fliegen dort alle 60 Sekunden Flieger in einer minimalen Höhe von 650 Metern (untere Grenze). Nachweislich gibt es auch einige Flüge unterhalb dieser Grenze.
Diese Belastungen dürfen auf keinen Fall weiter ausgebaut werden!!

Quelle: Ratsinformationssystem Stadt Langenfeld
Die Bürgerinitiative Ruhige Horizonte Reusrath ist enttäuscht über das von unserem Bürgermeister auf dem Neujahrsempfang geäußerte Bekenntnis zur Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) auf Langenfelder Stadt-gebiet die höher sind als der Kölner Dom und der damit verbundenen Aufhebung der vom Rat der Stadt beschlos-senen Höhenbegrenzung von 100 Metern.
Es steht außer Frage und ist sein gutes Recht als Bürgermeister, wenn nicht sogar seine Pflicht, auf dem Neujahrsempfang das bevorstehende Aufgabenpaket welches er mit den gewählten Ausschuss- und Rats-vertretern und der aktiven Unterstützung unserer Stadtverwaltung und den vielen ehrenamtlich tätigen Bürgern unserer Stadt bewältigen will, dieses den Langenfelder Bürgern mitzuteilen.
Es darf jedoch die Frage gestellt werden, wieso der Bürgermeister dieses Podium nutzt um in einem noch gar nicht abgeschossenen Meinungsbildungsprozess die Entscheidungsträger unserer Stadt schon im Vorfeld deren Entscheidungsrichtung vorgeben zu wollen.
Noch am 5. Dezember 2011 gab unser Bürgermeister Langenfeldern auf der Podiumsdiskussion zum Thema: "Die Energiewende erreicht Langenfeld", wozu die Rheinische Post eingeladen hatte, das Versprechen den Themenkomplex WKA auf Langenfelder Stadtgebiet im Ergebnis offen führen zu wollen. Er wiederholte diese Versprechen einen Tag darauf auf der Sondersitzung des Planungs- und Umweltausschusses und des Bau- und Verkehrsausschusses.

Herr Bürgermeister, was ist mit diesem ihr Versprechen?!

Der Themenkomplex wird im dafür zuständigem Planungs- und Umweltausschuss der Stadt kontinuierlich be-handelt, wobei der Umfang der Einzelfragen und dessen Lösungsansätze sehr umfangreich und auch noch nicht abgeschlossen sind. Nach wie vor befindet sich der Ausschuss hierbei in der Orientierungs- und Klärungsphase. Wie Sensibel und zeitaufwendig die Vorbereitung einer Entscheidungsempfehlung über das Für und Wider in dieser Frage ist, dass wurde allen Langenfelder Bürgern im vergangenen Jahr bewusst. Dann nämlich als eine Neubetrachtung des Langenfelder Stadtgebietes hinsichtlich möglicher Aufstellungsgebiete von WKA, u.a. auch in Berghausen, öffentlich wurde.
Spontanen Reaktionen des Widerstandes wurden nicht nur von den unmittelbar betroffenen Bürgern und Ge-schäftsleuten geäußert, sondern auch von dessen politischen Repräsentanten in das Rathaus der Stadt getragen.
Die vorläufigen Ergebnisse der Artenschutz und Wasserschutzuntersuchungen die eine Aufstellbarkeit von WKA in Berghausen ausschloss, konnte der Bürgermeister in seiner Funktion als Verwaltungschef der Öffentlichkeit noch rechtzeitig vor den Wahlen mitteilen, so dass das Ergebnis dieser Untersuchungen bei der Entscheidung der Berghausener Wähler noch seine Berücksichtigung finden konnte. 

Die Frage der Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) die der Höhe des Kölner Doms entsprechen, bei dieser Frage gibt es nicht nur bei der Langenfelder Bevölkerung sondern auch bei allen Partei- und Fraktionsmitgliedern und den Ausschuss- und Ratsmitgliedern unserer Stadt sehr unterschiedliche Auffassungen. 

Die Frage ob auf Langenfelder Stadtgebiet solche monströsen WKA aufgestellt werden müssen, oder ob es nicht auch andere Alternativenergien gibt mit denen man die Zielsetzung des Klimaschutzkonzeptes auch umsetzen kann, diese Frage muss gestellt und dessen Umsetzbarkeit bewertet werden. Wie auch immer sind Schnell-schüsse und festgelegte Vorgaben, in welcher Richtung auch immer, hierbei kein geeignetes Mittel. Nicht nur die Angehörigen der Bürgerinitiative Ruhige Horizont Reusrath sondern alle Langenfelder Bürger wollen von ihren gewählten Entscheidungsträgern eine sachliche, eine das Für und Wider abwägende und nachhaltige Entschei-dungsfindung in dieser Frage. Letztendlich müssen sich unsere Entscheidungsträger auch mit der Frage ausein-andersetzen, das mit Hilfe der Langenfelder Bürger und von allen Fraktionen einstimmig beschlossene Demogra-fiekonzept und die darin aufgestellte Forderung,

Zitat: "Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, die die Stadt Langenfeld auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einer lebens- und liebenswerten Stadt machen, in der nicht nur die Grundbedürfnisse der Einwohner aller Altersgruppen abgedeckt werden, sondern die ein Lebensumfeld bieten, in denen sich die Menschen gerne ansiedeln bzw. verbleiben wollen." 

wie sie dieser Selbstverpflichtung als gewählter Entscheidungsträger unserer Stadt mit Leben füllen und nicht zu einer hohlen Absichtsbekundungen verkommen lassen wollen.&nbspDie Entscheidungsträger unserer Stadt stehen nach wie vor in der Verpflichtung sich mit den umfangreichen Einzelfragen innerhalb dieses Themas - WKA auf Langenfelder Stadtgebiet - damit sachlich auseinander zu setzen und dessen Lösungsansätze gewissenhaft zu prüfen. Zeitdruck oder Entscheidungsvorgaben sind da völlig fehl am Platz.&nbspDeshalb bietet die Bürgerinitiative den Entscheidungsträgern unserer Stadt nach wie vor und auch schon mit Erfolg praktiziert, ihre Zusammenarbeit hierbei an.

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