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Naturschützer für Windräder in Reusrath

veröffentlicht um 30.03.2015, 14:03 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 30.03.2015, 14:17 ]

Für die BUND-Ortsgruppe befürwortet dessen Sprecher, Karl Wilhelm Bergfeld, die Erhöhung der 100-Meter-Grenze. Wer die Energiewende befürwortet, der darf sich nicht über die Ästhetik solcher Windkraftanlagen streiten.

Beitrag von Andreas Lobb

Auf die kontroversen Rückmeldungen zur Neujahrsansprache sah sich auch die Ortsgruppe Langenfeld des BUND veranlasst auch Stellung zu beziehen. Als Sprecher sprach sich am 24.1.2015 Herr Karl Wilhelm Bergfeld für den Fall der 100 Meter Höhenbegrenzung aus.

Im Zuge der unabdinglichen bedingt erforderlichen Energiewende sei es wichtig Windkraftanlagen zu errichten. Es ließe sich sicher über die Ästhetik solcher Anlagen streiten, auch könnten durch diese Vögel und Fledermäuse erschlagen werden, aber die Populationen seien dadurch nicht gefährdet.

Lesen sie bitte auch den kompletten Artikel des Wochenanzeigers: Link und aus der Rheinischen Post: Link

Leserkommentar:

Der BUND hat laut einem Artikel im Wochenanzeiger die Windkraftanlagen (WKA) an der A59 in Berghausen wegen des Artenschutzes abgelehnt. Gegen die gleichen WKA in Reusrath hätte der BUND aber keine Bedenken, obwohl hier ähnliche Vogel- und Fledermausarten wie in Berghausen vorhanden sind und die Windkraftkonzen-trationszone Reusrath ebenfalls in einer Wasserschutzzone liegt. Hubschrauber darf es an der Dückeburg laut BUND nicht geben. Das Naherholungsgebiet und die Natur um die Reusrather Konzentrationszone dürfen ihrer Meinung nach jedoch durch die Baumaßnahmen und den Betrieb der WKA wohl zerstört werden.

Auch scheint laut BUND eine Dauerbeschallung der Reusrather Bürger durch WKA in ähnlicher Höhe wie der Kölner Dom in Ordnung zu sein. Wird von ihnen Tierschutz höher bewertet als der Schutz der Reusrather Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Emissionen durch Infraschall?

Zur Wirtschaftlichkeit der geplanten WKA wurden bis heute Zahlen und Fakten weder vom Investor noch von der Stadt Langenfeld veröffentlicht. Pauschale Aussagen, dass die WKA schon wirtschaftlich sein werden, reichen nicht aus! Hier sollten konkrete Berechnungsgrundlagen vorgelegt werden. Seriöse Firmen stellen vor einem Bauantrag von WKA erst einmal einen Versuchsmast auf, messen über die Dauer von einem Jahr die tatsächlichen Windgeschwindigkeiten und verlassen sich nicht auf Windkarten.

Im Internet kann jeder interessierte Bürger nachlesen, dass Windräder im Binnenland in den seltensten Fällen wirtschaftlich betrieben werden. Durch staatliche Subventionen, die über das EEG auf die Strompreise umgelegt werden, verdienen hauptsächlich Betreiber, Grundstückseigner und Gemeinden. Der Bürger und private Stromverbraucher trägt das Risiko und zahlt über das EEG mit dem Strompreis die Zeche. Durch steigende EEG-Umlagen haben sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland die Preise je Kilowattstunde Strom verdoppelt.

Ich empfehle den interessierten und kritischen Mitbürgern, hierzu im Internet die ARD Mediathek - Bericht vom 23.09.2014in Report Mainz oder Mediathek BR vom 08.02.15 – zu besuchen. Oder informieren Sie sich bei www.windwahn.de bzw. www.vernunftkraft.de.

Ich bin nicht gegen alternative Energien! Diese werden jedoch durch Geschäftemacher und unzureichende Gesetze zum Schutze der Menschen und Natur missbraucht. Erneuerbare Energien können sich nur durch-setzen, wenn sie dem Wohle des Menschen dienen und sich nicht gegen deren Gesundheit richten. Warum bilden sich immer mehr Bürgerinitiativen gegen Windräder? Liegen diese Menschen alle falsch? Der Schutz der Menschen und der Umwelt muss, wie im Grundgesetz geschrieben, von der Politik gelebt und auch eingehalten werden.

Hubert Marleaux

Anlage: Eingescannter Artikel aus dem Wochenanzeiger

Quelle: Eingescannter Artikel aus dem Wochenanzeiger KW 06/15

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Andreas Lobb,
30.03.2015, 14:03