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Dimensionen einer Windkraftanlage

veröffentlicht um 09.03.2015, 12:28 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 12.03.2015, 14:15 ]
In der Nachbarstadt Leichlingen wurden zwei gewaltige Bauwerke errichtet. Der Fernsehturm und der Fernmeldeturm im Ortsteil Witzhelden. Beide sind aus riesigen Entfernungen trotz der für den Fernsehturm schmalen Bauform. Hier sticht der rot weiße Anstrich ins Auge. Der graue Stahlbetonbau des Fernmeldeturms wirkt gigantisch. Wie sähe eine Windkraftanlage im Vergleich dazu wohl aus?

Beitrag von Andreas Lobb

Jeder Bürger in Langenfeld kennt und sieht zwei Industriegiganten mit Blick auf das Bergische Land. Selbst von der anderen Rheinseite z.B. aus Grevenbroich sind diese beiden Anlagen noch sehr gut sichtbar.

Die Rede ist von dem mehr als 50 Jahre altem Fernsehturm und dem Fernmeldeturm. Beide Türme stehen im Ortsteil Leichlingen-Witzhelden. Der insgesamt 202,5 m hohe Fernsehturm war bis in das Jahr 2006 sogar 220 m hoch. Dieser Turm wurde in Stahlbauweise erstellt. Dadurch ist dieser relativ schmal und begnügt sich mit einer kleinen Grundfläche [1].

Der kleinere Fernmeldeturm, ca. 1 km vom Fernsehturm entfernt, wirkt jedoch umso wuchtiger. Mit Gesamthöhe 134 m ist er fast 70 m kleiner. Aufgrund seiner Bauweise aus Stahlbeton ist dieser Turm sehr viel wuchtiger. Die Kanzel, an der die Fernmeldesender und Empfänger angebracht sind ist ganze 33 m im Durchmesser. Sie befindet sich in einer Bauhöhe von ca. 75 m und ist 8 m hoch. Aufgrund des Wechsels von der Festnetz- in die Mobilnetztelefonie verliert der Fernmeldeturm immer mehr an Bedeutung und steht momentan so fast als Industrieruine und mahnendes Beispiel in der Landschaft [2].

Die Firma SL Naturenergie GmbH hat ein Antrag zum Bau von zwei Windkraftanlagen der Firma Enercon eingereicht. Die Firma beantragt darin den Bau des Typs E-82 mit einer Höhe von 138 m. Damit ist der Turm um ganze 4 m höher als der Fernmeldeturm. Der Rotor besitzt einen Durchmesser von 82 m. Somit ergibt sich eine Gesamthöhe von 149 m. Für den Fall das die Höhenbegrenzung aufgehoben werden sollte, gibt es noch die Möglichkeit eine vergleichbare Windkraftanlage des Typs E-126 der Firma Enercon zu bauen. Die Höhe des Turms beträgt hier 135 m, als nur geringfügig höher als der Fernmeldeturm. Allerdings beträgt der Rotordurchmesser ein stolzes Maß von 126 m. Somit beträgt die Bauhöhe einer solchen Anlage gewaltige 198 m.

Jeder, der hier sagt: „Windkraft Klasse! Kein Thema!“, der sollte sich einmal 5 Minuten Zeit nehmen und sich in die Situationen derer versetzen, die in unmittelbarer Nähe solcher Giganten leben – Fauna und Flora inbegriffen. Zudem kommt bei Windkraftanlagen hinzu, dass diese Bauwerke nicht statisch sondern dynamisch verhalten. Wer sich dann auch eingestehen muss: „Ich habe damit auch ein Problem!“, der sollte sich auf den Weg wie wir begeben und nach anderen Wegen suchen an die gesteckten Ziele zu erreichen.

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[1] Informationen Wikipedia: Link

[2] Informationen Wikipedia: Link



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Andreas Lobb,
09.03.2015, 12:29