Berichte‎ > ‎Wissenswertes‎ > ‎

Hochspannungsstrommäste im Süden Reusraths

veröffentlicht um 12.01.2013, 06:27 von Andreas Lobb   [ aktualisiert: 12.03.2015, 14:18 ]

Informationen zum Umspannungswerk der Firma Amprion GmbH und ein möglicher Ausblick, was Reusrather und Rheindorfer Bürger in der Zukunft für Veränderungen Erwarten könnte.

Beitrag von Andreas Lobb

Der Netzbetreiber Amprion GmbH ist Betreiber des Umspannungswerks und der Hochspannungsleitungen im Südwesten von Langenfeld-Reusrath. Die größten Strommäste mit einer Höhe von ca. 50 Meter werden mit einer Spannung von 220 kV betrieben. Die Stromleitungen verlaufen von Langenfeld nach Attendorn. In der folgenden Grafik ist der Leitungsweg grün markiert. Die Stromleitungsführung (West-Ost Verbindung) verknüpft die Wasserkraftwerk des Sauerlandes und die Braunkohlekraftwerke der Ville mit dem südlichen Ruhrgebiet.


Diese Verbindung wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine bedeutsame Rolle bei den Erneuerbaren Energien spielen.

Für den Zeitraum, in dem kein Wind weht und keine Sonne scheint, stellt sich bei den Erneuerbaren Energien die Frage der Energiespeicherung. Diese Aufgabe könnten z.B. Talsperren übernehmen. Wird Strom im Überfluss hergestellt, könnten Pumpen betrieben werden, die riesigen Wassermengen den Berg hinauf in Talsperren pumpen. Bläst der Wind einmal weniger, so kann die Talsperre entleert und dabei Strom erzeugt werden. Betrieben werden die Talsperren vom Ruhrverband. Bislang dienen diese hauptsächlich zur Wasserversorgung des Ruhrgebietes. Um dieses Konzept umzusetzen, müsste das Stromnetz in dieser Richtung deutlich erweitert werden. Hier stellt sich die Frage, ob es raumplanerisch und technisch sinnvoll ist, in der unmittelbaren Nähe zu diesen Hochstromtrassen WKA zu errichten. Vor diesem Hintergrund erscheint es wenig zweckmäßig, in Reusrath die Errichtung von WKA zuzulassen.

Kartenmaterial:
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (lanuv) sowie der direkte Link zum Kartenmaterial

Nachträge:
Am 12.3.2013 berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger in der Rubrik [Chorweiler] von einem Vorhaben der Rhein-Energie ihr neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk über eine neu Stromtrasse von Köln Niehl an das Umspan-nungswerk der Amprion GmbH im Reusrather Süden an zu schließen.
Den vollständigen Artikel finden sie hier.

Am 29.4.2013 berichtet die Rheinische Post über das Vorhaben der rot-grüne Landesregierung die Pumpspeicher-kraftwerke in NRW auszubauen. Die Landesregierung hält den Bau, bzw. die Erweiterung von Pumpspeicherkraft-werken wirtschaftlich, klimapolitisch und ökologisch für sinnvoll.
Den vollständigen Artikel finden sie hier.

Download: Beitrag,
                       RP, Streit um Talsperren als Stromspeicher vom 29.4.2013

Ċ
Andreas Lobb,
15.03.2013, 12:16
Ċ
Andreas Lobb,
15.03.2013, 12:18